Wer ist der PVS/ Verband
Der Verband der Privatärztlichen VerrechnungsStellen (kurz: PVS/ Verband) ist der Zusammenschluss der 15 auf berufsständischer Basis gegründeten Privatärztlichen VerrechnungsStellen in Deutschland.
Seit seiner Entstehung im Jahre 1949 vertritt er die Interessen seiner mittlerweile mehr als 38.000 privatärztlich tätigen Mitglieder in der Öffentlichkeit.
Welche Aufgaben nimmt der PVS/ Verband wahr?
Der Verband setzt sich im Sinne seiner Mitglieder für den Erhalt und den Ausbau der Privatliquidation im deutschen Gesundheitswesen ein.
Er ist Ansprechpartner der Bundesärztekammer, der Ärztekammern, der PKV, der ärztlichen Verbände und Institutionen, des Bundesministeriums für Gesundheit, der Beihilfestellen und der Berufsgenossenschaften in allen Fragen rund um die Privatliquidation.
Sein zentrales Mitteilungsblatt ist das Verbandsmagazin ärztepost, über das alle Mitglieder sowie wichtige Entscheidungsträger aus dem Gesundheits – und Sozialwesen wie auch der Wirtschaft vierteljährlich im Direktversand erreicht werden.
Warum engagiert sich der PVS/ Verband für die Privatliquidation in der Öffentlichkeit?
Die Belange der privatärztlich tätigen Mediziner bzw. der Privatliquidation an sich werden in der politischen Öffentlichkeit nicht ausreichend wahrgenommen und gewürdigt. Deshalb hat es sich der PVS/ Verband zu seiner Aufgabe gemacht, diese spezifischen Interessen seiner Mitglieder mit einer Stimme in der Öffentlichkeit zu vertreten und auf die Bedeutung der Privatabrechnung für das deutsche Gesundheitswesen hinzuweisen.
Seit wann gibt es den PVS/ Verband?
1949 schlossen sich die Privatärztlichen VerrechnungsStellen in Deutschland zunächst als lose Arbeitsgemeinschaft zusammen.
Bereits drei Jahre später, im Jahre 1952, wurde dann in Büdingen der Verband der Privatärztlichen VerrechnungsStellen gegründet und in Vereinsregister Friedberg eingetragen.
Zunächst auch in Büdingen beheimatet, lag sein Hauptsitz dann für viele Jahre in Mülheim an der Ruhr, um schließlich – nachdem der Regierungsumzug von Bonn nach Berlin stattgefunden hatte - seit dem Jahre 2000 seine Aufgabe in Berlin wahrzunehmen.
Wie ist der PVS/ Verband aufgebaut?
Oberstes Organ des Verbandes ist die Mitgliederversammlung, in der alle 15 Privatärztlichen VerrechnungsStellen durch ihre ärztlichen Vorstände vertreten sind. Diesem obliegt die Wahl des Vorstandes sowie die Verabschiedung des jeweiligen Jahresetats.
Die zentralen Aufgaben werden durch den Vorstand des PVS/ Verbandes wahrgenommen. Dieser vertritt die Interessen des Verbandes in der Öffentlichkeit.
Ein weiteres wichtiges Organ des Verbandes ist die Arbeitsgemeinschaft der Geschäftsführer, dem die Geschäftsführer der einzelnen Privatärztlichen VerrechnungsStellen angehören. Dieses Gremium versteht sich als ein Forum, im welchem – auch über Fachausschüsse - aktuelle wirtschaftliche, technologische und politische Entwicklungen im Gesundheitswesen zur Beratung des Vorstandes analysiert werden.
Wer sind die Privatärztlichen VerrechnungsStellen (PVS)?
Alle Privatärztliche VerrechnungsStellen sind eingetragene Vereine, die als ärztliche Selbsthilfeeinrichtungen den privatärztlich tätigen Mediziner von arztfremden Verwaltungstätigkeiten entlasten.
Die VerrechnungsStellen arbeiten nach dem Genossenschaftsprinzip, somit ist ihre Tätigkeit nicht gewinnorientiert. Da alleine das Kostendeckungsprinzip Beachtung findet, werden erwirtschaftete Gewinne investiert oder kommen den Mitgliedern in Form von Gebührensenkungen zugute.
Dies unterscheidet die Privatärztlichen VerrechnungsStellen von gewerblichen Abrechnungsunternehmen.
Vollständige Liste unserer VerrechnungsStellen und deren Kontaktdaten
Was sind die Aufgaben und Leistungen der Privatärztlichen VerrechnungsStellen?
Die Privatärztlichen VerrechnungsStellen sind moderne Dienstleistungsunternehmen, die für privatärztlich tätige Mediziner das Honorarmanagement, das Liquiditätsmanagement, das Forderungsmanagement, Kontomanagement, die Korrespondenz mit den Patienten, Versicherungen und sonstigen Kostenträger, das Praxismanagement u.v.m. übernehmen. Der Arzt überträgt also die Verwaltungsarbeiten an einen externen Servicebetrieb und kann sich so seiner eigentlichen medizinischen Tätigkeit widmen.
Unter dem Zeichen der PVS werden jährlich bundesweit rund 16,7 Mio. Privatabrechnungen (2007: 15,6 Mio.) mit einem Honorarvolumen von knapp 3,1 Mrd. Euro (2007: 2,8 Mrd. Euro) erstellt.
1992 wurde von allen Privatärztlichen VerrechnungsStellen gemeinsam ein bundesweit gültiger Abrechnungskodex beschlossen, um diese Dienstleistungen auf eine verlässliche Basis zu stellen. Dieser Abrechnungskodex wurde aktualisiert und seine Verbindlichkeit 2006 im Rahmen der Jahreshautversammlung in seiner aktuell gültigen Fassung bestätigt.
Seit wann gibt es Privatärztliche VerrechnungsStellen?
Schon früh nahmen die Verwaltungstätigkeiten in der Arztpraxis einen Großteil der Arbeit ein. Die erste Privatärztliche VerrechnungsStelle wurde deshalb als ärztliche Selbsthilfeeinrichtung bereits 1927 in Gauting bei München gegründet, um den privatärztlich tätigen Mediziner von diesen Verwaltungstätigkeiten zu entlasten.
Weitere Privatärztliche VerrechnungsStellen folgten bald. Die jüngste PVS ist die Privatärztliche VerrechnungsStelle Sachsen e.V., die 1991 gegründet wurde.
Wer sind die Mitglieder der Privatärztlichen VerrechnungsStellen?
Die Privatärztlichen VerrechnungsStellen betreuen mehr als 38.000 privatärztlich tätige Mediziner aus dem Kreis der niedergelassenen Ärzte, leitenden Krankenhausärzte und Zahnärzte.

